Optimale Risikoallokation in Zulieferer-Abnehmer-Systemen by Michael Lorth

By Michael Lorth

Die Entscheidung zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug und die Ent-scheidung zwischen zentraler und dezentraler Lagerhaltung werden weder in der Theorie noch in der Praxis in einem gemeinsamen Rahmen diskutiert, obwohl jeweils der Aspekt der optimalen Zuordnung von Tätigkeiten und Ri-siken der Leistungserstellung in Zulieferer-Abnehmer-Systemen im Vorder-grund steht.

Michael Lorth untersucht, welchen Unternehmen eines Zulieferer-Abnehmer-Systems in einer state of affairs der Unsicherheit welche Tätigkeiten und Risiken zugeordnet werden sollen. Er entwickelt einen Modellansatz zur Bestimmung der optimalen Tätigkeits- bzw. Risikoallokation in einem Zulieferer-Abnehmer-System, der die Portefeuilletheorie auf realgüterwirtschaftliche Leistungserstellungsprozesse überträgt. Die Anwendung dieses Ansatzes auf Entscheidungen über Eigenfertigung oder Fremdbezug bzw. über zentrale oder dezentrale Lagerhaltung führt zu neuen Erkenntnissen hinsichtlich der häufig unterschätzten Bedeutung der Risikoverteilung in Zulieferer-Abnehmer-Systemen.

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22 Siehe auch die Argumentation von Ewert (1993. S. ). 23 Man beachte. daB einzelne Koalitionare unter Umstanden auch anderen Koalitionen angehOren, so daB sich hier zusatzliche Abhangigkeiten ergeben kiinnen. 18 2 Optimale Risikoallokationen in Zulieferer-Abnehmer-Systemen mindestens eines Koalitionsuntemehmens, also aus den Tlitigkeitsportefeuilles der einzelnen Koalitionare ergeben. Dagegen konnen die Tlitigkeitsportefeuilles von denjenigen Unternehmen des Zulieferer-Abnehmer-Systems, die keine Leistungsbeziehungen zu einem Koalitionsuntemehmen unterhalten, bei der Entscheidungsfindung der Koalition auBer Betracht bleiben.

Zum anderen lassen sich die Entscheidungen tiber Eigenfertigung oder Fremdbezug bzw. tiber zentrale versus dezentrale Lagerhaltung bereits in Modellen mit sehr einfachen Zulieferer-Abnehmer-Strukturen adiiquat abbilden und mit vertretbarem mathematischem Aufwand systematisch analysieren. Dies ermtiglicht es wiederum, die Komplexitiit des zuvor eingefUhrten allgemeinen Ansatzes zur Bestimmung optimaler Tiitigkeits- bzw. Risikoallokationen fUr die nachfolgenden Uberlegungen stark zu reduzieren, ohne jedoch den Aussagengehalt des Modellansatzes wesentlich zu beschneiden.

Risikoallokation wtirde, sofem sie sich auch in der Praxis durch die Zusammenarbeit der Untemehmen realisieren liiBt, andere Tiitigkeitsallokationen, die zu einer ungtinstigeren Zuordnung der Risiken der Leistungserstellung fUhren, in bezug auf die Zielerreichung dominieren. In den nachfolgenden Kapiteln dieser Arbeit werden die beschriebenen Zusammenhiinge zwischen der Risikoallokation und dem Grad der Zielerreichung am Beispiel zweier klassischer betriebswirtschaftlicher Problemstellungen eingehend erortert.

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