Oberbürgermeisterinnen in Deutschland: Zum Erfolg weiblicher by Anja Scholz

By Anja Scholz

Noch sind Oberbürgermeisterinnen selten, doch ihre Zahl nimmt zu. Zeigen Frauen kein Interesse an dieser place oder gibt es strukturelle Hemmnisse?

Anhand von Interviews mit erfolgreichen Vertreterinnen des Berufs untersucht Anja Scholz, aus welchem persönlichen Hintergrund sie stammen, wie sie in ihr Amt gelangt sind, wie sie es verstehen und ausfüllen. Sie zeigt, dass drei Typen das Bild prägen: Stadtmanagerin, Stadtmutter und Stadtchefin. Es wird deutlich, dass Frauen keine Verlegenheitskandidatinnen mehr sind, sondern strategisch als Kontrast zu männlichen Bewerbern aufgestellt werden: Sie sind intestine ausgebildet und verfügen über Kommunikationskompetenz und die Fähigkeit, Menschen einzubinden. Diese Eigenschaften kommen ihnen durch die veränderten Anforderungen an das Amt zugute.

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Die Machtergreifung der Nationalsozialisten bedeutete das Ende der politischen Frauenbewegung. Die Frau wurde uber ihre Rolle als Mutter definiert politische Partizipationsvorstellungen durften allenfalls in Zusammenhang mit faschistischen Ideologien artikuliert werden. "Frauen wurden auf ihre Hausfrauenrolle zuruckgewiesen und aus dem Berufsleben, sowie aus bffentlichen Amtern zuruckgedrangt zum Beispiel durch Aufhebung des passiven Wahlrechts, durch Aufhebung der Zulassung zum Richteramt und der Festlegung des Anteils von Frauen an den Studierenden auf maximal 10%" (BMFJ, 1993).

16 Betracht man die aktuelie Diskussion der Frauenforschung ist davon auszugehen, dass das "Gemeinsame" starker Ober die ihnen gemeinsame Aufgabe definiert werden kann als Ober die Tatsache, dass es sich um Frauen handelt. Der geschlechtsspezifische Aspekt wOrde damit in den Hintergrund treten. 2 Zugang aus der Elitenforschung OberbOrgermeisterinnen haben mit dem Eintritt in das Amt eine FOhrungsposition in einer Verwaltung Obernommen und sind oberste Reprasentantinnen ihrer Stadt. Sie haben politischen Einfluss und Gestaltungsmbglichkeiten.

Dass es sich auch um ein Prasenzdefizit bei Frauen im Amt der Oberburgermeister handelt. belegen die Fakten. Auf der Grundlage von Beate Hoecker werden folgende Ansatze der Frauenforschung systematisiert. die als mbgliche Ursachen fUr die Unterreprasentanz von Frauen in der Politik im AIIgemeinen herangezogen werden. Zum einen die politische Sozialisation, das heiSt. die geschlechtsspezifische Erziehung und die sich daraus fUr die Frauen ergebenden Defizite im Bereich der politischen Sozialisation.

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