Migration und Traditionsbildung by Ursula Apitzsch (auth.), Ursula Apitzsch (eds.)

By Ursula Apitzsch (auth.), Ursula Apitzsch (eds.)

Der Blick auf culture ist in der in Bewegung geratenen Geschichte nach dem Ende des Kalten Krieges, der Neukonstitution Europas und der universalen Globalisierung weniger ein Blick auf Konserviertes oder Überkommenes, sondern ein plötzliches Innewerden der "Notwendigkeit des steten Tradierens der akkumulierten Kulturgüter" und damit auch auf die Möglichkeit für einen "neuartigen" Zugang neuer Kulturträger (im Sinne Karl Mannheims). Dies bedingen nicht nur der kontinuierliche Generationenwechsel und das Auf- und Absteigen neuer sozialer Gruppen, die den Prozeß des Tradierens zu allen Zeiten prägten, sondern vor allem die seit dem Zweiten Weltkrieg andauernden und sich verändernden Migrationsprozesse.

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Dr. Eberhard Schneider ist Wissenschaftlicher Oberrat im Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln.

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Dr. Jörg Becker ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Marburg und Geschäftsführer und wiss. Direktor der KomTech GmbH in Frankfurt, Ilmenau und Solingen, Forschungsgebiete: Kultur-, Medien- und Technologiepolitik. Diplom-Politologin Susanne Bickel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der KomTech GmbH, Frankfurt.

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Welche biographische Funktion hat nun bei Amalia die Identifikation mit Ungarn? Das Ungarische wurde für sie, im Unterschied zur Orientierung an Deutschland und zum Jüdischsein, in ihrem Leben nicht zum Problem. Da sie nie in Ungarn gelebt hat, hat sie auch den Antisemitismus der Ungarn nicht erlebt. Das Ungarische ist vielmehr durch ihre zweite Heirat mit einem jüdischen Ungarn ein Teil ihres Lebens, der ihr eine Kontinuität mit einer vernichteten Vergangenheit ermöglicht bzw. nach dem Krieg wiederherstellte.

Am wichtigsten für Hohne-Belsen war jedoch die Zeitung des Zentralen Jüdischen Komitees, Undzer Szstime. Ab Juli 1945 wurde sie zunächst handschriftlich auf Matrizen geschrieben, später waren es maschinengeschriebene, dann schließlich gesetzte und gedruckte Nummern. Ende 1947 wurde die Zeitung durch das "Vokhnblat. Organ fon der SheyresHapelyte in der britisher Zone" abgelöst, das bis August 1950 erschien. Weiterhin gab es ab Oktober 1945 das Biuletin fon yidishn tsentral komitet in bergn-belsn, dessen Redakteure Schmuel Weintrojb und ...

Oyfruf tsu der yidisher befelkerung in Feldafing. 2, folder 524, Lea Rudnik, Wegn teater-fragen baj der Szejris Haplejro [Leserbrief], in: Jidisze Cajtung, Jg. 3, Nr. 1947, S. 4; SegaI, Premyere. , Lebensmut im Warresaal: Die jüdischen DPs (Displaced Persons) im Nachkriegsdeurschland, Frankfurt, 1994; YlVO Bieter: Journal of the Yiddish Scientific Instirute, Vol. XXVIII, Fall-Winter 1946, S. 399-400. Samuel Gringauz, Di brik cwiszn nechrn un morgn (A halb jor ,Lager-Cajrung'), in: Landsberger Lager-Cajrung, Jg.

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