Lokale „Agenda 21“-Prozesse: Erklärungsansätze, Konzepte und by Cornelia Rösler (auth.), Hubert Heinelt, Eberhard Mühlich

By Cornelia Rösler (auth.), Hubert Heinelt, Eberhard Mühlich (eds.)

Das Buch beschäftigt sich mit dem Verhältnis der "Agenda 21"-Diskussion auf lokaler, nationaler und globaler Ebene und den Unterschieden lokaler "Agenda 21"-Prozesse sowie Gründen und Implikationen dieser Unterschiede.

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Politischen Alltagshandeln betrachtet. Die Lokale Agenda 21 ist meist eine von vielen Aktivitäten und wird nicht als der Prozess, der zur Erarbeitung grundsätzlicher und langfristiger Ziele für die gesamte Kommunalpolitik dient, betrachtet. Konkrete Projekte, die im Rahmen der Lokalen Agenda 21 durchgeführt werden, sind daher oft isolierte Aktivitäten, die zwar für sich betrachtet den Zielen der Agenda 21 dienen, jedoch in einem Kontext anderer Beschlüsse und Projekte stehen, die diesen widersprechen.

Hinzu kam, dass viele Kommunen von der Opposition beherrscht wurden. Die Aufforderung zur Durchfiihrung einer Lokalen Agenda 21 wurde daher unter anderem als Chance begriffen, die Rolle der Kommunen wieder zu stärken und Teile der verlorenen Kompetenzen zurückzugewinnen. Auch fiihrte eine wachsende Unzufriedenheit von Teilen der Bevölkerung mit der nationalen Politik dazu, dass jede Bewegung fiir mehr Mitbe33 stimmung und Integration aller sozio-ökonomische Gruppen in politische Entscheidungsprozesse auf fruchtbaren Boden fiel.

Während in Schweden und Deutschland eine sehr lange Tradition kommunaler Selbstverwaltung existiert, ist diese in Spanien und Polen ein relativ neues Phänomen als Folge der Demokratisierungsprozesse in jüngerer Zeit. Daher existiert in diesen Ländern noch kein ausgeprägtes kommunales Selbstbewusstsein gegenüber anderen Ebenen der Politik. In Großbritannien mussten die Kommunen in den 80er Jahren durch Zentralisierung von Zuständigkeiten und durch massive Privatisierung von Dienstleistungen erhebliche Einschränkungen ihrer Kompetenzen hinnehmen.

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