Jugend an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert: by Wilfried Ferchhoff

By Wilfried Ferchhoff

Der Autor analysiert den Prozeß und die Bedingungen des Aufwachsens von Jugendlichen unter ständiger Reflexion des gesellschaftlichen Wandels. Dabei zeigt er neben der häufig materiell günstigen scenario und neben den neu entstandenen Möglichkeiten individueller Lebensplanung auch die Kehrseiten und die neuen Risiken der vorbildlosen Selbstverantwortlichkeit von Jugendlichen in Familie, Schule, Beruf, Freizeit und Gleichaltrigengruppe. Der Autor liefert so ein Bild der Jugend, das die Veränderungen im körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Bereich ebenso zeigt wie die Vielfalt der kulturschöpferischen jugendlichen Lebensformen und Lebensstile, aber eben auch die vielen Problemkonstellationen (Familien-, Schul-, Leistungs-, Konsumstreß etc., Gesundheitsgefährdungen, Tabak-, Alkohol-, Medikamenten-, anderer Drogenkonsum u.a.).

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Sie ist global, ambivalent, vieldeutig und zugleich konturlos, zu einer Art diffuser Hintergrundgräße (Neidhardt) in den meisten Lebensbereichen geworden, hat neue, allerdings auch unscharfe symbolische Abgrenzungsdimensionen gewonnen, die freilich nicht im bisher überlieferten, kulturell-bildungsbürgerliche Tiefendimensionen anzeigenden Begriff aufgehen. Die kulturelle Pluralität, das Verschmelzen von Technologie und Kultur im Zuge der Konvergenz von Computertechnik, Unterhaltung und digitaler Telekommunikation, ja das kulturelle Chaos scheint heute im Medium einer "globalen Kulturindustrie" (Scott Lash) perfekt, die Zugänglichkeit zu fast allen Lebensbereichen im Rahmen kultureller Ausdrucksmuster freigestellt zu sein.

13. Immerhin: die bürgerliche Jugendkulturbewegung ermöglichte ein ganz neues, "absichtsloses" (Bondy 1929, S. 123) gemeinschaftsbezogenes Erziehungsverhältnis, ein neues - die Autonomiererfahrung betonendes, gleichwohl gesellschaftskonforme Selbsterziehung betreibendes (Schubert-Weller 1995, S. 70) und inzwischen immer mehr realisiertes "Modell fur den pädagogischen Bezug. Vorher konnte man sich als pädagogischen Bezug nur Variationen des Familienmodells, genauer: des Vater-Kind-Verhältnisses vorstellen" (Giesecke 1981, S.

Man kann allerdings auch ohne Übertreibung sagen, daß mindestens seit 1989 - wenn auch die alten Klassenmilieus in der heutigen Sozialstruktur sich aufgeweicht und eine Metamorphose in Richtung auf "vennehrte Selbstbestimmung und Individualisierung" im Kontext der alltäglichen Lebensführung durchgemacht haben (Vester 1998, S. ) - die Nonnalität der sozialen Ungleichheit zurückgekehrt ist, wobei selbst die kontrafaktischen Ideen der Gleichheit und Ungerechtigkeit immer mehr in den Hintergrund getreten sind.

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