Gestalttheorie und Psychotherapie: Ein Beitrag zur by Hans-Jürgen Walter (auth.)

By Hans-Jürgen Walter (auth.)

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Ein Beispiel flir dieses Phanomen ist eine Hemianopsie, die als Foige der teilweisen Zerstorung der Sehnerven oder des Sehzentrums in der Hirnrinde auftritt. Hemianoptiker verftigen nur noch liber die Halfte des Gesichtsfeldes. Diese Halfte unterliegt nun einer eigenartigen U morganisation, die man gestalttheoretisch verstandlich machen kann. Denn es ist nun nicht etwa so, da~ Hemianoptiker die eine Halfte ihres Gesichtsfeldes nicht sehen, sondern sie sehen auch Objekte, deren Reize in die funktionsuntlichtige Halfte fallen.

Zeigt man ihm hingegen ein groBeres StUck der Ellipse, so sieht er sie wieder ganz (Katz, 1969, S. 152). Goldstein erklart diese einander scheinbar widersprechenden Tatsachen mit der Wirkung des endogenen Gestaltdrucks. 1st ein Teil eines Ganzen so beschaffen, daB es das Gesetz des Ganzen tragt, so kann die LUcke in dem funktionell untauglichen Teil des Sehfeldes ausgefUllt werden (Halbkreis, Vollkreis). Tut es das nicht, so bleibt *) Vgl. , 1976). 24 der ErganzungsprozeB aus. Zeigt man die Halfte einer Ellipse, so kann es sich dabei noch genausogut urn den Teil einer anderen Kurve als urn die Ellipse handeln; zeigt man allerdings mehr von der Ellipse, so tragt sie das "Gesetz des Ganzen" in sich und kann von dem Hemianoptiker vervollstandigt werden.

Urn nun die Gestalthohe genauer definieren zu konnen, benennt Rausch jene drei Pragnanzaspekte, mit denen er die (S. anschauliche AusdrucksjUlIe" (P6) im Gegensatz zum ausdrucksleeren und -armen (S. ,anschauliche BedeutungrjUIle" (P7) im Gegensatz zum Bedeutungsleeren, etwa auch als Folge "psychischer Sattjgung" (die Bedeutungsflille - zu unterscheiden von der Ausdrucksflille - "ist der empirische Bedeutungsgehalt, d. h. diejenige Seite der ... , z. B. deren Aktionen und Reaktionen;Rausch. S. 938).

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