Geschichte der Erwachsenenbildung in Deutschland by Josef Olbrich

By Josef Olbrich

Vor dem Hintergrund der jeweiligen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Verhältnisse wird die Herausbildung der institutionalisierten Erwachsenenbildung vom beginnenden 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart dargestellt. Die verschiedenen gesellschaftlichen Akteure, das Bürgertum, die Arbeiterbewegung, die Gewerkschaften, Universitäten, kirchliche, kommunale und Freie Bildungsträger werden mit ihren Motiven und Zielsetzungen vorgestellt.
Die einzelnen Epochen der Erwachsenenbildung/Weiterbildung werden unter systematischen Fragestellungen herausgearbeitet, z.B. "Erwachsenenbildung zwischen Bürgertum und Arbeiterbewegung", " Erwachsenenbildung und Demokratie - Volksbildung in der Weimarer Zeit", "Der Weg der Erwachsenenbildung/Weiterbildung zu einem eigenständigen sozialen approach (Quartärer Bildungsbereich)".
Das Buch beinhaltet ein ausführliches Personenregister und kann durchaus die Funktion eines Handbuches für Studierende der Erwachsenenbildung/Weiterbildung, für Fachkollege, für wissenschaftliche Institute sowie für Studierende und Forscher der Allgemeinen Geschichtswissenschaft und angrenzender Disziplinen wahrnehmen. Zugleich richtet es sich an eine historisch und bildungspolitisch interessierte Öffentlichkeit an Schulen oder in der Erwachsenenbildung.

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Zum einen bewirkt Erziehung einen Aufklärungsprozess über bisher Unbekanntes und nicht Erklärbares, indem es Zusammenhänge verdeutlicht und Erfahrungen und Erkenntnisse auf den Begriff bringt. Es überwindet den Aberglauben und beseitigt Vorurteile. Zum anderen bedeutet Erziehung ganz im Sinne Kants die Emanzipation und die Verantwortlichkeit des Einzelnen, die Überwindung unlegitimierter Herrschaft und damit die eigene Selbstvergewisserung. Schließlich wird Erziehung auch zu einer öffentlichen Aufgabe, zu einem entscheidenden Mittel der Verbesserung der geistig-moralischen, der sozial-ökonomischen und der politischen Verhältnisse in Staat und Gesellschaft.

In den Lesegesellschaften, den patriotischen Gesellschaften, den Museums- und den Harmoniegesellschaften löste sich die Geselligkeit aus der Beschränkung korporativer Sitte; sie emanzipierte sich weitgehend von den alten Kräften, dem Hof, von Adel und Kirche und wurde ein zentrales Element bürgerlicher Gesellschaft (Hardtwig 1984, S. 11-12). Lesegesellschaften waren unter sozial-historischer Perspektive Institutionen und Selbstorganisationen des aufstrebenden Bürgertums. Sie sind gemäß einer Deutung Jürgen Habermas' ein erster Versuch des Bürgertums, am gesellschaftlichen Leben insgesamt teilzuhaben und die Entscheidungen der Zeit mitzubestimmen: wenn schon nicht durch politische Tätigkeit, so doch durch geistige Teilhabe (Habermas 1969).

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Landwirtschaft, die vor allem Johann Heinrich von Thünen auf empirische Befunde aufbaute, führte zur Gründung vieler landwirtschaftlicher Hochschulen und damit auch zur agrarischen Produktivitätssteigerung. Industrialisierung und Modernisierung der Landwirtschaft hatten wesentliche Auswirkungen auf die soziale Lage der Bevölkerung, zunächst auf dem Lande, später, unter anderem als Folge der Landflucht in die Städte, auf das städtische Proletariat, das immer mehr verarmte (Görtemaker 1994, S.

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