Einführung in die Geschichte der Soziologie by Hermann Korte

By Hermann Korte

Dieser Band 2 des Einführungskurses Soziologie wird von vier zentralen Fragestellungen bestimmt: 1. Wie wird in den einzelnen Phasen der Entwicklungen und von den einzelnen AutorInnen der Tatsache Rechnung getragen, dass die Gesellschaften, die Menschen miteinander bilden, in einem ständigen Prozess der Veränderung sind (soziale Dynamik)? 2. Wie werden gesellschaftliche Unterschiede erklärt, welche Legitimationen werden für soziale Ungleicheit geliefert? three. Wie wird mit dem challenge der Ideologie umgegangen, additionally mit der Tatsache, dass SoziologInnen ihre Aussagen unter jeweils zeittypischen Bedingungen formulieren? four. Wie ist der Zugang zur Praxis?

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Nach den ersten Unruhen im Februar 1848 aus Brüssel ausgewiesen, ging Marx zunächst nochmal nach Paris, dann im April nach Köln. Die neugegründete Neue Rheinische Zeitung, bei der er arbeitete, bestand wiederum nur ein Jahr, bis zu Marx' neuerlicher Ausweisung aus Deutschland. In Frankreich vor die Wahl gestellt, in die einsame Bretagne zu gehen oder das Land zu verlassen, entschloß er sich im April 1849, nach London ins Exil zu gehen, wo er dann den Rest seines Lebens verbrachte. Bevor wir uns mit der Zeit in England beschäftigen, wollen wir noch einen Moment bei den Jahren 1841 bis 1849 verweilen.

Jahrhunderts, vor allem mit jener philosophischen Erkenntnistheorie, die in den gesellschaftlichen Erscheinungen ein vermittelndes Wesen einer übergeordneten Macht oder übergreifender Ordnungen vermutet. So kann er seine Alternative entwickeln. eine positive Politik, sein Synonym für Soziologie. Sie sollte, ausgestattet mit an den exakten Naturwissenschaften orientierten Beobachtungsmethoden, alle Spekulationen verbannen und so dazu befähigen, den gesetzmäßigen Charakter der gesellschaftlichen Entwicklung zu erkennen.

Auf der einen Seite muß jede positive Theorie sich auf Beobachtungen stützen, und auf der anderen Seite bedarf unser Geist einer Theorie, um sich der Beobachtung hingeben zu können. Wenn wir die Erscheinungen nicht an ein Prinzip heften können, so können wir unsere Beobachtungen nicht miteinander verbinden, ja sie nicht einmal festhalten. So fand sich das Erkennen an seinem Beginn in einem fehlerhaften Zirkel eingeschlossen, aus dem es nur durch die Entwicklung theologischer Begriffe herauskommen konnte.

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