Diskursforschung: Eine Einführung für by Reiner Keller (auth.)

By Reiner Keller (auth.)

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Die politische Funktionselite der DDR: Eine empirische Studie zur SED-Nomenklatura

Dr. Eberhard Schneider ist Wissenschaftlicher Oberrat im Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln.

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Dr. Jörg Becker ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Marburg und Geschäftsführer und wiss. Direktor der KomTech GmbH in Frankfurt, Ilmenau und Solingen, Forschungsgebiete: Kultur-, Medien- und Technologiepolitik. Diplom-Politologin Susanne Bickel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der KomTech GmbH, Frankfurt.

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In diesem Sinne gelten die Medien als zentrale Arena der gesellschaftlichen Wirklichkeitskonstruktion. Gamsons Vorschlag zielt auf die Massenanalyse umfangreicher Datenmengen. Dazu wird methodisch in zwei Schritten vorgegangen: Zunächst erfolgt eine qualitative Mikroanalyse einzelner Texte oder Bilder. Diese werden als Bestandteile eines nach thematischen Kriterien identifizierbaren Diskurses aufgefasst und in einem ersten Interpretationsprozess im Hinblick auf ihre wichtigsten bedeutungstragenden Elemente hin analysiert.

As phenomena are open to various modes of conceptualizing them as problems, so too their public character is open to various means of conceiving their resolution. (... ) The problem of responsibility has both a cultural and a structural dimension. At the cultural level it implies a way of seeing phenomena. Fixing responsibility for preventing accidents by laws against drinking-driving involves seeing drinking-driving as a choice by a wilful person. Seeing it as a medical problem involves an attribution of compulsion and illness.

Wie werden Argumente aufgebaut? Wie ist die Aussage im Gefüge anderer Texte - bspw. durch die Zitierweise - verortet? Wie werden quantitative in qualitative Aussagen übersetzt? Die Formation der Strategien richtet sich auf die Außenbezüge eines Diskurses: Was sind die Themen und Theorien des Diskurses? Wie beziehen sie sich auf andere Diskurse? Inwieweit geben sie vor, bessere Problemlösungen zu sein als jene? Was ist die Funktion eines Diskurses in nicht-diskursiven Praktiken? Am Beispiel der Formationsregeln wird deutlich, wie sich Foucault das Vorgehen der archäologischen Diskursanalyse vorstellt: als gründliche Analyse und Rekonstruktion unterschiedlicher Ebenen der Hervorbringung, die einer Aussage zugeschrieben werden können.

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