Das Kind von Europa: Zur Rezeption des Kaspar Hauser-Stoffes by Birgit Gottschalk

By Birgit Gottschalk

Diese Studie weicht nur geringftigig von der im Jahre 1992 an der Universitat-Ge samthochschule Siegen eingereichten Dissertation abo Danken mochte ich an dieser Stelle all meinen Freunden und Bekannten, insbe sondere Prof. Dr. Peter Gendolla und Dr. Ursula Bohmer ffir ihre wohlwollende Begleitung und die stets anregende Kritik. Ffir die finanzielle Unterstiitzung danke ich dem Land Nordrhein-Westfalen, das mir ein zweijiihriges Promotionsstipendium gewiihrt hat, sowie meinen Eltern, die mir mein Studium ermoglicht haben. InhaItsverzeichnis 1. Einleitung . . . . . . nine 2. Forschungsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . sixteen three. Der historische Kaspar Hauser-Fall 25 three. 1. Zur ratselhaften Herkunft Kaspar Hausers 30 three. 1. 1 Zur Kerkertheorie . 30 three. 1. 2 Zur Prinzentheorie . . . . . . . 31 four. Ursachen fUr die Legendenbildung . 33 four. 1. Der historische Kontext . . . . 33 four. 2. Die Prinzen- und Kerkerlegende 35 four. three. Der literarhistorische und motivgeschichtliche Hintergrund 38 four. four. Die Diskussion urn den menschlichen Naturzustand forty-one forty nine five. Kaspar Hauser in der Lyrik . . . . . . . . . five. 1. "De Ja musique avant toute selected" . . fifty two five. 1. 1 Die "semiotische chora" bei Verlaine sixty four five. 1. 2 Die Nachdichtungen und Ubersetzungen der Verlaineschen Vorlage. seventy one five. 2. "Ich werde endlich doch immer ein armer Kaspar Hauser bleiben." seventy eight five. 2. 1 Die "semiotische chora" bei Trakl . . . . . . . . . eighty three five. three. Walter Hallerer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ninety one five. three. 1 Hallerers Poetik und Kristevas Semiotiktheorie ninety six five. three. 2 Die "semiotische chora" bei HaUerer ninety nine 6. Kaspar Hauser irn Roman . . . . . . . . . . . one hundred ten 6. 1. Methodische Zwischenilberlegungen . a hundred and ten 6. 2. Der Roman Wassermanns als odipales Drama . 113 6. 2. 1 Der Familienroman . . . . . . . . . . . . . . .

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54 LINNE seaus Leistung bestand nun in der Obertragung des Mythos' yom Goldenen Zeitalter und yom edlen Wilden auf die Kindheit, deren Naturwlichsigkeit erst durch die Gesellschaft verdorben wird. (Vgl. Lassahn, Piidagogische Anthropologie, S. 30-37). 52 Mit diesem Entwurf einer negativen Erziehung entzog Rousseau das Kind allen Autoritiiten (Kirche, Staat), deren Machtanspruche bis zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage gestellt worden waren. Indem Rousseau seine Romanfigur abseits der Gesellschaft zu einem vemlinftigen Menschen heranwachsen lieB, stellte er sam tliche Institutionen in Frage, "und sie in Frage stellen hieB, sie vemeinen und ablehnen.

Ist hier die Nachdichtung "Kaspar 50 auch in dieser Form zu einer neuen Vorlage filr epische und dramatische Bearbeitungen im Verlauf des 20. 1ahrhunderts werden. 9 Neben den deutschsprachigen "Nachdichtungen", die die VERLAINESche Vorlage in Form von Ubersetzungen rezipierten, ,,[ ... ] von denen keine, auch nicht die Georges, die stiIistische Hohe der Vorlage erreicht",iO wurde das Gedicht von VERLAINE gleichfalls zur Inspirationsquelle nicht nur flir Epiker und Dramatiker, sondern auch filr deutschsprachige Lyriker (TRAKL, RILKE, HOFMANNSTHAL), die jedoch zu kreativen Neuschopfungen gelangten.

L2f. 34 auch immer es publiziert wurde - einen neuerlichen Angriff auf die gottgewollten feudalen Strukturen. 2. Die Prinzen- und Kerkerlegende Es ist hier nicht der Ort, die Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkeit der Kerker- und Prinzenlegende zu erortern. l 5 -, die seiner Ansicht nach ausschlaggebend fUr die ersten literarischen Bearbeitungen waren und in erster Linie das Sensationelle des Stoffes [betonten J. Der Reiz des Ungekliirten, des Geheimnisvollen, des Verbreehens, noch dazu mit den Machenschaften des hohen Adels gewurzt, beschiiftigte auch die literarische Phantasie.

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