Erarbeitung einer speziellen arbeitsmedizinischen by Axel Buchter

By Axel Buchter

=------==-==-= 1. 1 Arbeitsmedizinische Bedeutung der Vinylchlorid-Krank heit Vinylchlorid (VC) wurde 1835 erstmals und seit 1912 im groBtechnischen Verfahren synthetisiert (110). Bei nor mal em, atmospharischem Druck und Zimmertemperatur ist Vinylchlorid ein farbloses gasoline. 1914 wurden organische Peroxyde als Polymerisationskatalysatoren fur Vinylchlorid eingefuhrt, und 1928 begann die Polymerisation von Vinyl chlorid zu Polyvinylchlorid (PVC) im groBtechnischen Ver fahren (63). VINYLCHLORID hat die Strukturformel: = POLYVINYLCHLORID hat die Strukturformel: R - [ - t-J. R Die Vinylchlorid-Krankheit ist ein herausragendes Bei spiel fur eine schwerwiegende Erkrankung, die nach chro nischer Exposition gegenuber einer jahrelang als unge fahrlich geltenden, weltweit verarbeiteten Substanz ent stehen kann. Das Krankheitsbild der Vinylchlorid-Krank heit ist von komplexer Natur und hat in schweren Fallen eine letale Prognose. Weltweit waren ca. 50. 000 Personen einer Exposition gegenUber Vinylchlorid ausgesetzt, bei ca. 500 dieser Arbeitnehmer wurde eine Vinylchlorid-Krank heit diagnostiziert. Bei ca. 50 dieser Patienten wurde ein Hamangioendotheliom der Leber gefunden (42). Die - 2 - Latenzzeit fur das Auftreten dieses bosartigen Turnors seit dem Beginn der Vinylchlorid-Exposition betr gt nach den bisher vorliegenden Daten durchschnittlich 19 Jahre und reicht von 6 - 36 Jahre. Die FrUhdiagnose eines Ham angioendothelioms der Leber ist schwierig zu stellen, die Uberlebenszeit seit Diagnosestellung betr gt bisher o - 19 Monate, im Durchschnitt lediglich three Monate (siehe Kapitel four. 1). Mit dem Auftreten dieser Malignome bei weiteren Patien ten muB nach entsprechender Latenzzeit noch gerechnet werden.

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Geschlechterforschung in der Kinder- und Jugendhilfe: by Waltraud Cornelißen (auth.), Kirsten Bruhns (eds.)

By Waltraud Cornelißen (auth.), Kirsten Bruhns (eds.)

Das Buch liefert eine kritische Bestandsaufnahme einer geschlechtergerechten Kinder- und Jugendhilfe und zeigt so Mängel, Vorzüge und Bedarfe auf. Zentrales Anliegen der Veröffentlichung ist es, offene Forschungsthemen und -fragen zu benennen, die grundlegend und unterstützend für die Umsetzung, Ausweitung und Weiterentwicklung einer geschlechterdifferenzierten und geschlechtergerechten Kinder- und Jugendhilfe sind. Die AutorInnen leiten in ihren Beiträgen den Forschungsbedarf aus dem Stand und der state of affairs der Mädchen- und Jungenarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus ersten Erfahrungen und Beobachtungen zum Prozess des Gender Mainstreaming ab.

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Rekonstruktion von Vergangenheit: Vom Umgang der by Barbara Keller

By Barbara Keller

Gegenstand dieser Arbeit ist der Zusammenhang von Lebenserinnerungen und Zeitgeschichte in subjektiven Rekonstruktionen miterlebter Epochen. Untersucht werden Aspekte des Umgangs mit der eigenen Vergangenheit, der Funktion von Erinnerungen. Von Interesse ist hier nicht die Frage, ob die Rekonstruktionen wahr oder glaubwürdig sind. Im Zentrum der Unter­ suchung steht die Frage, welche Inhalte in den erzählten Erinnerungen the­ matisiert werden, wie diese strukturiert sind, welche subjektive Bedeutung diese Erinnerungen heute haben und welche Funktion bestimmten Erinne­ rungsgeschichten zukommt. Autobiographische Erinnerungen sind zwar zunächst rein persönli­ che Angelegenheiten, doch können erzählte Erinnerungen an vergangene Ereignisse nicht losgelöst von zwischenzeitlichen Erfahrungen und von ge­ sellschaftlichen Entwicklungen gesehen werden. Individuelle Erinnerungen sind eingebettet in die sozialen Zusam­ menhänge der engeren persönlichen und der weiteren gesellschaftlichen Umwelt detjenigen, die sich erinnern. Zur engeren persönlichen Umwelt zählen die Familie, der Freundeskreis. Mit der weiteren gesellschaftlichen Umwelt sind die Medien gemeint, die allgemein verfiigbare Darstellungen und Deutungsmuster anbieten. Weder die persönliche Umwelt noch der ge­ sellschaftliche Kontext sind feste Größen. Beide wandeln sich ständig und mit ihnen die individuelle Erinnerung, die von ihrem Rahmen beeinflußt wird, aber auch ihrerseits auf ihn zurückwirkt.

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Israel: Grundwissen-Länderkunde Politik — Gesellschaft — by Michael Wolffsohn

By Michael Wolffsohn

"Israel - Grundwissen" will, ähnlich wie die übrigen Veröffentli­ chungen in dieser Reihe des Leske Verlages, grundlegende Daten und Informationen über wichtige ausgewählte Bereiche der Politik, Wirt­ schaft und Gesellschaft des untersuchten Staates auf knappem Raum darstellen. Auch dieser Band versteht sich als Einführung und Nach­ schlagewerk, das Daten sowie Informationen leicht und schnell abruf­ bar vorlegt. Abbildungen und Tabellen sollen Lernenden und Leh­ renden, die dieses Buch verwenden, die Arbeit erleichtern. Literatur­ verweise und -verzeichnis wurden auf ein Mindestmaß beschränkt. Der interessierte Leser sei für weiterführende Literatur auf mein Buch "Politik in Israel" verwiesen (Wolffsohn, 1983). Soweit wie möglich werden Materialien für den Zeitraum von 1882, dem Beginn der zionistisch motivierten Einwanderung nach Palästina, bis 1983 vorgelegt. Am Anfang warfare die agency der Parteien (vgl. Abb. 1). Im lischuw, der jüdischen Gemeinschaft in Palästina vor der Staatsgrün­ dung, existierten Parteien, bevor es eine jüdische Gesellschaft, ge­ schweige denn Wirtschaft gab. Bevor die Mehrheit der Bevölkerung ins Land kam, hatten die wenigen Einwanderer, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts nach Palästina eingewandert waren, po­ litische Institutionen gegründet, kurzum, die Rahmenbedingungen für das Parteiensystem und darüber hinaus für die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen geschaffen. Das Dach wurde vor dem Haus gebaut. Die Parteien, besonders die sozialistischen, begnüg­ ten sich nicht nur mit der Errichtung der Organisationen, sie bauten ein Netzwerk auf, das ihre Mitglieder und Anhänger "von der Wiege bis zur Bahre" versorgen sollte.

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Friedenspolitik in und für Europa: Festschrift für Gerda by Wolfgang Bergem (auth.), Dr. Wolfgang Bergem, Prof. Dr.

By Wolfgang Bergem (auth.), Dr. Wolfgang Bergem, Prof. Dr. Volker Ronge, Dr. Georg Weißeno (eds.)

Die Stabilität des Friedens in Europa und die Möglichkeiten seiner Konsolidierung sind in den neunziger Jahren unter veränderten politischen und paradigmatischen Vorzeichen Gegenstand politikwissenschaftlicher Reflexion wie publizistischer Diskussion. Die Ausweitung des Erkenntnisinteresses von Kriegs- auf Friedesursachen und von Kriegsgefahren auf Befriedungschancen erweitert das Spektrum der Forschung und das Verständnis von Friedenspolitik: Nicht mehr allein die Notwendigkeiten einer auf Vermeidung, Einhegung und Beendigung gewalttätiger Konflikte ausgerichteten Sicherheitspolitik werden in den Blick genommen, sondern auch die Faktoren, die eine langfristige Friedenssicherung begünstigen wie Rechtsstaatlichkeit, soziale Integration, demokratische Partizipation, die Fähigkeit zum konstruktiven Umgang mit Konflikten und ähnliche Ergebnisse kultureller Zivilisierungs-, sozialer Modernisierungs- sowie politischer Bildungs- und Sozialisationsprozesse. Die Beiträge des Bandes fragen nach den Bedingungen nachhaltigen Friedens in Europa, indem sie die institutionellen, sozialen und kulturellen Voraussetzungen friedlicher Konfliktbearbeitung thematisieren.

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